29. März 2012

WestbahnHOFFNUNG

Villacher Westbahnhof


Salz und Licht sein, ganz konkret

Licht über dem Westbahnhof


Marjan Katz

Christen sollen „Salz und Licht“ dieser Welt sein. Klingt gut und ist für kirchengewohnte Ohren nichts neues. Allerdings: Was bedeutet das im Alltag? Wir haben uns umgehört.




Die Arbeit der Tabea Lebenshilfe geht nun schon ins zwölfte Jahr. Angefangen hat es mit dem Wunsch Menschen, die in Not geraten sind, einfach und unspektakulär zu helfen. Wir haben begonnen, monatlich samstags eine Ausspeisung durchzuführen, zudem haben wir Kleider gesammelt und sie kostenlos weitergegeben. Aus dem monatlich wurde recht bald 14-tägig und seit zwei Jahren wöchentlich. Samstag für Samstag kommen regelmäßig 20 bis 40 Personen aus Villach zu uns.
Aufgrund von Zeitungsartikeln haben sich genügend Menschen gemeldet, die ehrenamtlich kochen – sogar die Vizebürgermeisterin der Stadt Villach gehört zu ihnen! Vor zwei Jahren ist Jörn Gempfer als Praktikant zu uns gestoßen, was die Arbeit sehr positiv verändert hat. Mittlerweile ist der Westbahnhof fast täglich geöffnet, in der letzten Zeit 24 Stunden. Obwohl wir nur drei organisierte Veranstaltungen haben – samstags die Ausspeisung, sonntags den Westbahn-Godi und montags die Westbahnfreaks –, sind die Woche über ständig Menschen bei uns!



Sobald das Licht im Westbahnhof angeht tauchen Menschen auf. Meistens Jugendliche mit Migrationshintergrund, die einfach nur abhängen wollen. Aufgrund der Kälte hat sich der Westbahnhof als Schlafstätte entwickelt für obdachlose Menschen. Fast täglich kommen Menschen und fragen, ob sie übernachten dürfen. Unsere Mitarbeiter Jörn Gempfer und Samuel Rindlisbacher kommen da manchmal an ihre Grenzen, weil sie ja auch mit unseren Gästen im Westbahnhof übernachten. Aber die Dankbarkeit über die Dynamik, die Gott schenkt, gibt immer wieder neuen Mut und Kraft.

Unser Traum ist es, ein Haus in der Nähe des Westbahnhofs zu mieten, um das Projekt „Wohnund Lebensgemeinschaft“ realisieren zu können.Da die jetzigen Räume zu klein sind für die Ausspeisung und wir sie eigentlich für unsere Jugendarbeit brauchen, beten wir, dass wir den Südflügel des Westbahnhofes dazu mieten können. Der steht schon seit zwei Jahren leer. Wir bräuchten die Räume dringend, aber es bewegt sich scheinbar nichts. Unser Traum ist das ganze Gebäude, um in Villach ein Ort der Hoffnung zu sein.



Marjan Katz ist Theologe und Leiter von Westbahnhoffnung, einem Projekt der Tabea-Lebenshilfe Villach.



www.tabea-lebenshilfe.at

2 Kommentare:

  1. Traumhaft... ihr seid genial!
    Schön, dass es euch gibt!

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  2. WOW! Gott segne euch!
    Ich werde für euch beten! :)
    lg aus oö, alex

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